April 2006, PC Games Hardware, Zitate und Auszüge aus dem Artikel:

“Sie wollen Musik aus dem Internet legal mitschneiden und automatisch erzeugte Songtexte? Dann haben wir das richtige Programm für Sie!

Wer erinnert sich noch an die Zeiten, als man vor dem Kassettenrekorder saß, mit dem Finger auf der „Record“-Taste, um beim Mitschneiden von Musik aus dem Radio den richtigen Zeitpunkt nach dem Werbeblock zu erwischen? Heute geht das Mitschneiden viel einfacher. Mit dem Radiotracker 2.01 in der PCGH-Edition können Sie mit nur einem Knopfdruck parallel mehrere Lieder gleichzeitig aufnehmen. Und das völlig legal und kostenlos. Intern stehen dafür mehr als 13.000 Internet-Radiosender zur Auswahl, der Player zeigt in der PCGH-Edition aber nur drei gleichzeitig an.

Tipp 1: Erste Schritte

Nach der Installation von Radiotracker können Sie direkt mit dem Mitschneiden von Musik loslegen. Wählen Sie zunächst im Hauptfenster eine Musikrichtung aus, die Ihrem persönlichen Musikgeschmack entspricht. Die Aufnahme beginnt durch Drücken der Schaltfläche Start. Jetzt versucht Radiotracker, eine Verbindung zu den Radiosendern aufzubauen, und nach wenigen Minuten landen die ersten Musikstücke im Zielordner und können beliebig oft abgespielt werden. Das Hauptfenster zeigt sowohl die Anzahl der aktuell mitgeschnittenen Radiosender an als auch jene der bisher erfolgreich abgespeicherten Musikstücke. Beim Klick auf die Schaltfläche Tracks öffnet sich der Zielordner mit den bereits abgespeicherten Musikstücken. Eine Laufschrift liefert Ihnen aktuelle Informationen zum abgespielten Titel. Möchten Sie einen anderen Radiosender hören, genügt ein Klick auf Sender entfernen und Radiotracker sucht automatisch einen neuen Sender für Sie aus.

Wenn Sie die Aufnahme stoppen, erscheint ein Hinweis, dass Sie die noch nicht fertig geschnittenen Stücke verlieren. Sie können dann entscheiden, ob noch nicht fertig gespeicherte Titel verworfen oder die Aufnahme so lange wie nötig fortgesetzt werden soll. Durch Betätigung der Schaltfläche Live, können Sie die Radiosender anhören, zwischen den Stationen springen und die Lautstärke regeln. Mit dem Setzen von Limits lässt sich Radiotracker im Daten- und Zeitumfang begrenzen.

Tipp 2: Der eingebaute Player

Durch Drücken der Schaltfläche Player wird ein weiterer Teil der Benutzeroberfläche ausgeklappt. Im oberen Teil lassen sich die bereits aufgenommenen Musikstücke abspielen, welche in der Mitte aufgelistet sind. Eine Laufleiste zeigt Ihnen den aktuell abgespielten Titel an. Während der laufenden Aufnahme ist es möglich, zwischen dem Live-Empfänger und dem Player hin- und herzuwechseln. Sie können also entweder einen Sender mithören oder ein bereits gespeichertes Musikstück genießen.

Tipp 3: ID3-Tags bearbeiten

Ganz unten stehen spezifische Angaben zu Tags, Titelbildern und sogar Songtexten, welche automatisch erstellt werden. Die Schaltfläche ID3-Tag bearbeiten öffnet ein Dialogfenster, in dem Sie Tags manuell eingeben, Bilder importieren und exportieren sowie Songtexte von Hand eingeben können.

Tipp 4: Radiotracker

Mit Radiotracker können selbst Anfänger mit einem Klick Musik aus dem Internet aufnehmen, optimal per DSL. Wem die gebotenen Funktionen der Vollversion nicht reichen, der kann auf die Premium- oder Platinum-Version gegen eine kleine Gebühr upgraden.

Rechtslage: Webradio

Mit unserer Webradio-Software können Sie Musik aus dem Internet aufnehmen. Doch gibt es rechtliche Fallstricke, die Sie beachten müssen? Damit Sie bei Ihren Aufnahmen Rechtssicherheit haben, sprachen wir mit Rechtsanwalt Harald Hahn über das Thema.

Frage:

Ich höre oft Radio über das Internet. Ich würde dabei gerne einige gespielte Musikstücke speichern und auf eine DVD brennen. Darf ich das?

Antwort:

Wir müssen grob zwischen Musik unterscheiden, die nicht direkt gespeichert werden kann (Streaming) und Musik, die gespeichert werden kann (Download, Music-on-Demand). Für den Nutzer macht es rechtlich keinen Unterschied , ob es sich um einen Radiosender handelt, der sein Programm auch über das Internet verbreitet oder um einen, der nur über das Internet sendet (Internet-Broadcaster). Für den Anbieter allerdings schon.

Beim Streaming handelt es sich um Programme, die nicht vom Nutzer (Hörer) gestartet werden können, gleichzeitig an mehrere Nutzer übertragen werden, dem Nutzer keine unmittelbare Eingriffsmöglichkeit bieten und nicht direkt für eine Speicherung vorgesehen sind.

Beim Streaming oder Webcasting zahlt der Webradio-Betreiber an die GEMA (Verwertungsgesellschaft der Musikurheber und ihrer Verlage), die GVL (Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten – Vertretungen der Künstler und Tonträgerhersteller) oder ähnliche Organisationen eine Vergütung. Damit ist die Möglichkeit abgedeckt, dass der Hörer für seinen privaten Gebrauch die gespielten Stücke auf seiner Festplatte speichert, sie von dort auf CD/DVD brennt oder auf einem MP3-Player speichert. Das ist auch deshalb so, da auf die Speichermedien bereits beim Kauf eine Urheberabgabe bezahlt wurde.

Frage:

Das gilt nur für den privaten Gebrauch?

Antwort:

Genau. Nicht abgedeckt von dieser Möglichkeit ist die weitere Vervielfältigung und das Geschäftemachen damit. Auch ist das Anbieten dieser Aufnahmen bei Tauschbörsen unzulässig, selbst wenn die Musikdateien legal erstellt wurden.

Frage:

Darf ich die Mitschnitte vervielfältigen und im Freundes- und Familienkreis verteilen?

Antwort:

Hier gilt dasselbe wie bei Kopien von gekauften CDs oder DVDs. Ist die Quelle legal, darf ich für mich, enge Familienangehörige und Freunde Kopien anfertigen. Auf keinen Fall darf dabei Geld fließen (auch nicht für die unbespielte CD oder DVD) und es dürfen nur Kopien in geringer Anzahl gemacht werden. Die Rechtssprechung hat hier die Zahl 7 genannt. Das Gesagte gilt natürlich auch für TV-Sendungen, die Sie über Ihren Rechner sehen und hören.

Nun aber zu Music- oder Audio-on-Demand: Dabei handelt es sich um Abrufangebote von Musikstücken, die in Zweifel Urheber- oder Nutzungsrechten unterliegen. Diese Nutzungsrechte sind vom Anbieter bei den Berechtigten zu erwerben und können von diesem im Rahmen seiner Berechtigung weiter gegeben werden. Im Zweifel hat der Anbieter mit dem Berechtigten die Frage der Weitergabe geregelt. Der Nutzer wird dabei nur berechtigt sein, für den eigenen Gebrauch Files zu laden und zu nutzen. Eine Weiterverbreitung oder das Zurverfügungstellen auf Tauschbörsen ist nicht gestattet.

Frage:

Wie sieht es mit Programmen aus, die über DVB (T,C,S) übertragen werden?

Antwort:

Bei DVB-T handelt es sich um digitalen Empfang von Sendungen über Antenne, bei DVB-C erfolgt der digitale Empfang über Kabel und bei DVB-S gibt es die Sendungen über Satellit. Hier gilt das Gleiche wie bei sonstigen Übertragungsarten.“