2006 Januar, PC Praxis, Zitate und Ausschnitte aus dem Artikel:

"Die Idee klingt verlockend: Jede Menge MP3s legal aus dem Internet bekommen, ohne einen Cent bezahlen zu müssen – Internetradios machen es möglich. Entsprechend liegen die Sender und passende Encoding-Software voll im Trend. Wir testen Webradio-Rekorder und zeigen, wie Sie kostenlos an die neuesten Hits kommen.

Das gute alte Radioprogramm wurde in den vergangenen Jahren immer mehr durch modernere Medien verdrängt. Spätestens seit der Eroberung des Internets aber lösen Radiosender erneut einen Boom aus. Denn nachdem Urhebergesetze erneuert und die Strafverfolgung für Verletzungen der Rechtslage zum Beispiel durch Downloads in Tauschbörsen verschärft worden sind, bieten Webradios die legale Alternative: Das Aufzeichnen der Musikstücke verstößt nicht gegen die Gesetzeslage, und so bieten viele Unternehmen Software für das automatische Erfassen und Verarbeiten der Musikstreams an. Wir haben die wichtigsten Tools getestet und zeigen Ihnen, wie Sie kostenlos und legal an Ihre Wunschmusik kommen.

Das volle Programm

Webradios lassen sich in zwei unterschiedliche Gruppen aufteilen: Zum einen gibt es die klassischen Hörfunk-Sender, die das Internet als alternatives Medium für Ihre Inhalte ansehen und das Programm parallel anbieten; das geschieht in der Regel in Form von Real-Audio- oder Windows-Media-Streams. Auf der anderen Seite gibt es eine schier unendliche Anzahl von Stationen, die das Internet als reines Übertragungsmedium für Ihr Programm verwenden – in der Regel als MP3-Stream via HTTP. Entsprechend unterscheiden sie sich vor allem bei der Aufnahmetechnik und –qualität: Rekorderprogramme, die die geschützten Real-Audios und WMAs aufzeichnen, verwenden dafür den Vollduplex-Modus der Soundkarte. Zur Unterscheidung bezeichnen wir diese Option als „Mitschneiden“. Die Aufnahme erfolgt dabei 1:1 auf der Festplatte – je nach Programm noch unkomprimiert oder bereits im MP3-Format. Neben dem Qualitätsverlust bei der Umwandlung über die Soundkartenaufnahme von digital in analog in digital lassen auch die niedrigen Bit-Raten von unter 64 Kbit/s keinen echten Hörgenuss aufkommen. Ein weiteres Problem ist, dass diese Aufnahmetechnik im Vollduplex-Modus alle Audioausgaben der Soundkarte aufzeichnet: So werden zum Beispiel Benachrichtigungs-Töne von Office-Anwendungen oder E-Mail-Clients mitgeschnitten. Anders verhält es sich beim Empfang reiner Webradio-Stationen, bei denen nicht über die Soundkarte aufgezeichnet werden muss, sondern deren gestreamte Dateien gegrabbt werden. Dadurch ergibt sich auch die Möglichkeit, dass mehrere Sender zur gleichen Zeit aufgenommen werden. Die Klang-Qualität ist von Station zu Station unterschiedlich und reicht bis zu hochwertigen 192 Kbit/s…

Bewertung Radiotracker:

Funktionalität (30%): befriedigend
Aufnahme (30%): gut
Bedienung (20%): gut
Verbindung (20%): gut
Preis/Leistung: gut
Qualität: gut (2,3)“