Mai 2008, Computer-Tip, Auszüge und Zitate aus dem Artikel:

"Musikdienste wie Napster bieten attraktive "Musik-Flatrates" zu relativ günstigen Preisen, bei denen der User innerhalb des Abo-Zeitraums so viele Musikstücke herunterladen kann, wie er möchte. Jedoch verfällt mit Ablauf des Abonnements das Recht, die Songs abzuspielen. Gesichert wird dieses Geschäftsmodell durch eine digitale Rechteverwaltung (DRM), die das Abspielen nach Vertragsende verhindert. Wegen des WMA-Dateiformats ist auch das Abspielen der Dateien auf reinen MP3-Playern, wie Apples iPod, der das WMA-Format nicht unterstützt, unmöglich.

Tunebite will sowohl das Kompatibilitäts, als auch das Rechteverwaltungs-Problem lösen, indem es aus den WMA-Dateien MP3-Dateien herstellt. Diese enthalten dann kein DRM mehr und können so technisch unbegrenzt lange auf PCs und MP3-Playern abgespielt werden. Technisch wird der Kopierschutz jedoch nicht "geknackt", also per Rechenoperation entfernt, sondern das Musiksignal wird an einem virtuellen Lautsprecherausgang abgefangen und neu aufgenommen. Das ganze funktioniert in extrem hoher Geschwindigkeit, denn gleichzeitig können bis zu 9 Songs zur Wiederaufnahme jeweils mit bis zu 3,8-fachen Geschwindigkeit abgespielt werden. Bei ausreichender Rechenkapazität des Computers ist ein Qualitätsverlust nicht hörbar.

Aber ist das alles denn auch legal? Tunebite bedient sich einer Gesetzeslücke im Urheberrechtsgesetz, die als "analoge Lücke" bekannt geworden ist. Diese Lücke stützt sich auf das juristische Argument, dass §95a UrhG nur die "Umgehung wirksamer" technischer Schutzmaßnahmen verbietet, jedoch bei digitalen Rechteverwaltungssystemen nur die digitale Eins-zu-eins-Kopie verhindert werden soll, dagegen nicht die analoge Wiederaufnahme. Die Tatsache, dass man von Qualität und Kopiergeschwindigkeit mit Tunebite sehr nah an der digitalen 1:1-Kopie liegt, ist daher von eher untergeordneter Bedeutung. Zu einem ähnlich funktionierenden, mittlerweile jedoch aus (anderen) wettbewerbsrechtlichen Gründen verbotenen Programm, bestätigte das Landgericht Frankfurt mit Urteil vom 31.05.2006 (Az: 2-06 O 288/06) die Legalität solcher automatisierter analoger Wiederaufnahmen...

Fazit

Tunebite ist ein einfach zu bedienendes und effektiv arbeitendes Programm zur Entfernung von DRM-Beschränkungen bei Musikdateien. In diesem Bereich ist Tunebite ein echter Kauftipp!"

Wertung

Tunebite erhält 4,5 von 5 Punkten