Juli 2008, netzwelt.de, Tunebite, Zitate und Auszüge aus dem
Artikel:
"Auch wenn seit Jahren behauptet wird, das Digital Rights
Management liege im Sterben, bringen nach wie vor Online-Shops ihre Inhalte
DRM-geschützt auf den Markt. Netzwelt zeigt, mit welcher Software Sie legal und
am bequemsten DRM entfernen.
DRM auf dem Abstellgleis
Grundsätzlich kann der Besitzer eines Lieds oder Videos damit
machen, was er will: Vervielfältigen, Brennen und das Kopieren auf den tragbaren
MP3-Player sind normalerweise problemlos möglich. Den Rechteinhabern mundet das
allerdings weniger: Zu groß war und ist die Angst vor illegaler Verbreitung und
ausbleibenden Einnahmen.
Um die digitalen Medienformate zu kontrollieren,
beschneidet das Digital Rights Management (DRM) die Rechte des Besitzers. Zum
Abspielen auf dem Computer muss dieser spezielle Lizenzen erwerben und ist wegen
des Formates oft an bestimmte Programme gebunden. Das Kopieren oder Brennen der
Dateien ist in den meisten Fällen limitiert oder gänzlich verboten.
Durch DRM entspricht das erworbene Produkt jedoch häufig
nicht mehr den Vorstellungen des Besitzers, der mit seinen legal erworbenen
Medieninhalten auch gerne anstellen möchte, was er für richtig hält. Schnell
kamen daher Methoden in Umlauf, welche das DRM umgehen oder knacken konnten.
Rechtliches: Was ist erlaubt?
Wichtig ist beim Entfernen von DRM die rechtliche Seite, denn
nur bei ganz bestimmten Verfahren bewegt sich der Freund freier Musik auf
sicherem Terrain. Anwalt Alexander Wachs macht deutlich: "Mit dem Computer eine
analoge Kopie des DRM-geschützten Liedes zu erstellen ist erlaubt, weil dabei
kein wirksamer Kopierschutz im Sinne des Urheberrechtsgesetzes umgangen
wird."
Man spricht hierbei auch von der analogen Lücke, die
bereits das Mitschneiden von Radio oder CD auf Kassette rechtlich unbedenklich
machte. Beim Brennen der geschützten Titel auf eine CD und anschließendem Rippen
zum Aushebeln von DRM ist laut Wachs aber mehr zu beachten: "Hier müsste im
Einzelfall in den Vertragsbedingungen geprüft werden, ob der Anbieter das
Rekodieren von Audio-CDs in MP3s eventuell verbietet."
Ein entsprechender Hinweis findet sich jedoch
beispielsweise bei Apple nicht. Laut iTunes Store darf der Nutzer die "[...]
gekaufte Musik für den persönlichen Gebrauch auf eine beliebige Anzahl von CDs
brennen", von Folgeverpflichtungen ist keine Rede. Weiter heißt es in den
Dienstleistungsbedingungen: "Eine CD, auf die Sie Produkte gebrannt haben,
dürfen Sie in der gleichen Weise nutzen wie eine CD, die Sie im Geschäft gekauft
haben, und zwar nach Maßgabe des deutschen Urheberrechts."
DRM auf digitalem Weg zu entschlüsseln, ist hingegen
illegal, da hier der wirksame Kopierschutz umgangen würde. In den vergangenen
Jahren hat Apple bereits mehrere Entwickler solcher Tools verklagt oder sie
zumindest gezwungen, die Programme von ihren Webseiten zu entfernen.
Kontrolle ist besser
Bei den Audiodateien schützt Microsoft das WMA-Format mit DRM,
Apple schränkt die Rechte bei M4P ein. Doch nicht jede WMA muss zwangsläufig
auch einen Kopierschutz enthalten: Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die
Datei und wählen Sie Eigenschaften > Dateiinfo. Unter Quelle erfahren Sie, ob
die Datei geschützt ist oder nicht.
Ist die Audiodatei mit DRM versehen, lässt sich im Windows
Media Player (WMP) herausfinden, welchen Beschränkungen sie unterliegt. Klicken
Sie während des Abspielens mit der rechten Maustaste auf den Dateinamen im WMP
und wählen Eigenschaften > Lizenz: Hier ist aufgelistet, was das DRM zulässt
und was nicht...
Tunebite und Digital Media Converter
Der Königsweg ist leider auch kostenpflichtig: Spezielle
Programme optimieren das Abspielen und Umwandeln in einem Arbeitsschritt und
befreien die Musik schnell und zuverlässig von DRM. Zwei Programme, die sich dem
Entfernen von DRM verschrieben haben, sind Tunebite und der Digital Media
Converter...
Per Drag-and-Drop ziehen Sie die DRM-geschützten Titel in
die Programme und suchen sich das Format aus, in welches die Lieder umgewandelt
werden sollen. Zur Auswahl stehen OGG, M4A, WMA, WAV und MP3 mit maximal 256
Kilobit pro Sekunde. Der Media Converter kommt zudem mit APE, AAC und AC3
klar.
Beim Befreien der Dateien hat Tunebite klar die Nase vorn:
Eine eigens entwickelte High-Speed Dubbing-Technologie ermöglicht das Abspielen
in bis zu vierfacher Geschwindigkeit und spart gegenüber anderen Methoden klar
Zeit. Wichtig: Auch Tunebite und der Digital Media Converter kontrollieren vor
der Umwandlung die Lizenzen und arbeiten daher nur mit rechtmäßig erworbenen
Titeln zusammen.
...Geht es nach Bedienkomfort und Effektivität, hat
Tunebite klar die Nase vorn. Mit einem Klick lässt sich hier zudem die komplette
Musiksammlung nach DRM-geschützten Titeln durchsuchen..."