Rock Musik
Entstehung, Geschichte und Hintergrundinformationen
Allgemein
Der Begriff Rockmusik dient als Oberbegriff für verschiedene
Musikrichtungen, die sich Ende der 60-er Jahre aus der Vermischung des Rock ’n’
Rolls der 50-er und 60-er Jahre mit anderen Musikstilen entwickelt haben.
Rockband
Neben dem Sänger setzt sich eine Rockband meistens aus einer oder mehreren
elektrischen oder akustischen Gitarren, einem E-Bass und einem Schlagzeug
zusammen. Dies wird häufig ergänzt durch Klavier, Keyboards, Synthesizer und
sonstige Instrumente (wie z.B. Blasinstrumente).
50-er Jahre
Rockmusik geht auf den Rock ’n’ Roll zurück, der aus der
Verbindung von Hillbilly und Blues entstand. Bekannte Vertreter des Rock ’n’
Roll sind z.B. Elvis Presley, Bill Haley, Chuck Berry, Jerry Lee Lewis, Little
Richard und Buddy Holly.
Rockmusik unterscheidet sich vom Rock ’n’ Roll vor allem durch
den Rhythmus: beim Rock werden die Achtelnoten binär gespielt, wie man es aus
der lateinamerikanischen und europäischen Musik kennt. Beim Rock ’n’ Roll
hingegen werden die Achtelnoten zwischen den Beats leicht nach hinten
verschoben, so dass ein ternärer Rhythmus entsteht, wie man ihn aus dem
klassischen Jazz kennt.
60-er Jahre
In den 60-er Jahren prägten vor allem zwei Band die Rockmusik:
die Beatles und die Rolling Stones. Schon hier waren die beiden Genres der
Rockmusik sichtbar, die später charakteristisch für die Rock-Szene wurden:
- die Beatles mit ihrer Beatmusik, die in Anzügen mit Krawatte auftraten und
melodische, harmonische Songs sangen. Daraus entwickelte sich später der Pop -Rock.
- die Rolling Stones, die durch einen sehr rauen Sound auffielen. Daraus
entwickelten sich später Musikrichtungen wie Hard Rock, Punk und Metal
Rockmusik war am Anfang stark umstritten, da die Rockbands mit
ihrer lauten Musik und ihrem alternativen Auftreten nicht jedermanns Geschmack
trafen. Deswegen wurde Rockmusik zu etwas Rebellischem und Revolutionären. Die
Rockmusik war damals fest mit der Hippie-Szene verbunden. Jedoch gab es auch
andere Rockmusik-Fans, die sehr gewaltbereit waren und somit dem Image des Rocks
nachhaltig schadeten.
Ende der 1960-er Jahre gab es eine immer größere Anzahl
erfolgreicher Rocksänger. Dies führte zu einer Aufsplittung der Szene in eine
Vielzahl von Untergenres.
70-er Jahre
In den 70-er Jahren gab es zwei Hauptrichtungen der
Rockmusik:
- Rockmusik mit einem künstlerischen Ansatz, der sich in den Genres Art-Rock,
Glam-Rock und Progressive Rock manifestiert. Wichtige Vertreter sind z.B. Pink
Floyd, Queen, David Bowie, Elton John, Genesis und Roxy Music
- Rockmusik mit einem rebellischen Ansatz. Hierzu zählen Punk, Heavy Metal und Hardrock. Wichtige
Vertreter sind z.B. die Sex Pistols, Black Sabbath, AC/DC oder die
Ramones.
80-er Jahre
In den 80-ern feierten so genannte „Pop-Metal“-Bands große Erfolge, wie
z.B. Bon Jovi, Def Leppard oder Ratt. Um Pop von Rock abzugrenzen
entstand eine vielfältige und große Szene mit vielen Untergenres. Auch Heavy Metal erlebte eine Hoch-Zeit
durch Gruppen wie Iron Maiden, Motörhead oder Metallica. An der Schnittstelle
zwischen Rock und Pop
entstanden viele sehr erfolgreiche Bands wie z.B. U2, R.E.M. oder The Cure.
90-er Jahre
Anfang der 90-er Jahre erlebte die Rockmusik einen erneuten Auftrieb durch den
Erfolg der US-Grunge-Band Nirvana, die die gesamte Alternative- Szene der 90-er
Jahre nachhaltig prägte. Im Zuge der Popularisierung des Grunge erzielten auch
Bands wie Soundgarden, Pearl Jam oder die Smashing Pumpkins große kommerzielle
Erfolge. Mit dem Tod des Frontmannes der Band Nirvana, Kurt Cobain, verlor der
Grunge jedoch enorm an Popularität und wurde wieder zu einem Underground-Genre.
Seit 2000
Der Beginn des neuen Jahrtausends wurde durch eine um sich
greifende Retrowelle geprägt. Bands wie The Strokes, The White Stripes oder
Franz Ferdinand griffen auf typische Elemente aus den 60-er Jahren zurück.