Welcher Sänger ist im Mai geboren oder von uns gegangen?

Prominente Künstler-Vorstellung mit interessanten Hintergrundinformationen

Geburtstag

Bob Dylan: 24. Mai

Im Jahr 2016 wurde Bob Dylan als erstem Musiker der Nobelpreis für Literatur verliehen. Als einer der Einflussreichsten Musiker des 20. Jahrhunderts gilt er heute. Nach ersten Erfolgen als Folkmusiker, interessierte er sich ab Mitte der 1960er Jahre für die Rockmusik und verlieh seinen Songs auch Elemente aus Country, Blues, Gospel und dem Great American Songbook. 

Die Anfänge von Robert Allen Zimmerman

Bob Dylan wurde unter dem Namen Robert Allen Zimmerman im Mittleren Westen der USA geboren. Schon als Jugendlicher träumte Dylan von einer Karriere als Gitarrist und Sänger. Er hörte in seiner Musik von Buddy Holly, Little Richard, Chuck Berry oder Hank Williams. Seine Eltern förderten sein Talent: Zuerst lernte er Klavier, später akustische und elektrische Gitarre. Er brachte sich zum Beispiel Elvis Presleys Version von Blue Moon of Kentucky auf der Gitarre selbst bei. Auch für Literatur interessierte er sich. In der Highschool trat Bob der A-cappella-Gruppe The Jokers bei. Aus dieser Gruppe ging The Golden Chords hervor.

Erschaffung einer Kunstfigur

Im Jahr 1959 schrieb Bob Dylan sich für einen Kunststudiengang mit Hauptfach Musik an der University of Minnesota ein. Zur Wahl des Künstlernamens „Dylan“ gibt es unterschiedliche Herleitungen: Entweder entlieh er ihn unter veränderter Schreibweise der Figur Matt Dillon aus der Fernsehserie Rauchende Colts oder er lehnt sich an den Dichter Dylan Thomas an, den er bewunderte. 

Inspiration

1961 gelangte Bob Dylan in den Künstler-Stadtteil Greenwich Village in New York City. Hier lernte er auch seine erste Liebe Suze Rotolo kennen, die ihn künstlerisch inspirierte und ihm Bücher der französischen Autoren Artur Rimbaud, Paul Verlaine oder Charles Baudelaire näherbrachte. Die Beziehung zu Suze inspirierte ihn auch zu Love/Hate-Songs, in denen er die damals üblichen romantisch verklärten Lovesongs erweiterte, um ihnen eine bittere Variante hinzuzufügen. In Titeln wie Don’t Think Twice, Ballad in Plain D, Boots of Spanisch Leather oder It’s All Right finden sich diese Elemente wieder.

Held der Protestbewegung

Ebenfalls 1961 wurde er von John Hammond bei dem Major-Label Columbia unter Vertrag genommen. Das erste Album bestand hauptsächlich aus Fremdkompositionen und bekam wenig Aufmerksamkeit. Folgende Alben wie The Freewheelin‘ Bob Dylan und The Times They Are a-Changin‘ schaffte er dann aber den Durchbruch. Seine Freundin sagte später, dass der Erfolg ihn zunehmend zum Egozentriker werden ließ. Mit sozialkritischen Songs und eindringlichen Liebesliedern traf er den Nerv der Zeit und zeigen sein außergewöhnliches literarisches Talent. 

Joan Baez als Begleiterin

Die erste große Tournee durch die USA absolvierte er 1963 zusammen mit Joan Baez, die bereits eine bekannte Sängerin war. Bob Dylan erlangte dadurch eine Steigerung seiner Bekanntheit und finanziellen Erfolg. Mit Baez zusammen trat er auch bei der Abschlussbekundung des Civil Rights March nach Washington auf, im Rahmen dieser Martin Luther King seine Rede I Have a Dream vortrug.

Superstar der Folk-Rock-Musik-Szene

In den Folgejahren wurde er durch seine elektrisch verstärkte Musik als Verräter der Folkmusik immer wieder beschimpft und ausgebuht. Als Antwort darauf forderte Dylan seine Begleitband auf, besonders laut zu spielen. Andererseits wurde er zum Sprachrohr einer mehr und mehr politisierenden Gegenkultur erklärt.

Erfolge

Der Titel Like a Rolling Stone aus dem Jahr 1965 wurde von der Zeitschrift Rolling Stone zu einem der besten Songs aller Zeiten gewählt. 1988 wurde Bob Dylan in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen. Weitere Meilensteine waren der Golden Globe und Oscar für den Besten Film-Song Things Have Changed für Die Wonder Boys im Jahr 2001 und die Auszeichnung mit dem Polar Music Prize, dem inoffiziellen Nobelpreis für Musik. Die literarischen Verweise, Metaphern und sprachliche Komplexität seiner Lieder waren in der populären Musik bis dato unerreicht. Nicht zuletzt deswegen wurde Bob Dylan im letzten Jahr der Nobelpreises für Literatur zuerkannt.

Abschied

Bob Marley: 11. Mai

Der Jamaikaner Bob Marley, eigentlich Robert Nesta Marley war ein bedeutender Vertreter des Reggaes. Als Sänger, Gitarrist und Songwriter wurde er mit der Band The Wailers Mitte der 1970er Jahre international bekannt. Bob Marley verbreitete die Botschaft der Rastafari-Bewegung, einer Glaubensrichtung, die in den 1930er Jahren dem Christentum entsprungen ist. Bis heute gilt er für viele Menschen, insbesondere in der Dritten Welt, als Identifikationsfigur. Er starb im Mai 1981.

Kindheit und Familie

Bob Marleys Vater war ein Offizier der britischen Armee, seine jamaikanische Mutter gerade 18 Jahre alt, als Sie Robert Nesta Marley zur Welt brachte. Da die Hochzeit der Eltern aufgrund des großen Altersunterschieds ein Skandal war, führte sie auch dazu, dass Bob Marleys Vater aus der Armee ausscheiden musste. Bob Marley brach mit 16 Jahren die Schule ab, und wurde Mechaniker, wie seine Mutter es sich wünschte. Die Arbeit in einer Fahrradreparaturwerkstatt erfüllt ihn jedoch nicht und somit verwirklichte er seinen Traum und wurde Musiker. Im Jahr 1966 kam es zur Hochzeit zwischen Bob Marley und seiner Jugendfreundin Rita Anderson, ebenfalls Kubanerin. Mit Rita hatte er vier leibliche und ein adoptiertes Kind. Sieben weitere Kinder kamen nach der Hochzeit mit Rita unehelich zur Welt. Zahlreiche nachkommen treten ebenfalls als Reggaeband auf oder verfolgen Solokarrieren als Reggaemusiker. 

Rastafarianismus als Inspiration

Seit dem Bob Marley Ende der 1960er Jahre vom Christentum zum Rasta konvertierte, kämpfte er zunehmend gegen die Unterdrückung der Schwarzen. Die als Dreadlocks bekannten verfilzten und gedrehten Haare sind ein äußeres Erkennungszeichen der Rastafari-Bewegung. Auf Bob Marleys Musik wirkte sich die Identifikation mit der Religion ebenfalls aus. Die mystischen Elemente und religiöse Rhetorik verlieh seinen Liedern eine einzigartige Stimmung.

Ungeklärter Anschlag

Im Dezember 1976, zwei Tage vor einem Friedenskonzert, dass die jamaikanische sozialdemokratische Partei veranstaltete, um ein Zeichen gegen die politische Gewalt auf der Insel zu setzen, verletzten Unbekannte Bob Marley, seine Frau Rita und seinen Manager in seinem Haus durch Schüsse. Der Hintergrund der Tat genauso wie die Täterschaft konnten nie geklärt werden. Bob Marley erlitt jedoch nur leichte Verletzungen und trat nach dem Anschlag bei dem Konzert auf.

Das Ende ist Nah

1980 wollte Bob Marley den endgültigen Durchbruch in den USA schaffen. Dafür tourte er Zusammen mit der Band The Commodors. Durch eine Fußverletzung, die er sich bereits drei Jahre zuvor zuzog, aber aufgrund der Rastafari-Ideologie nicht behandeln ließ, verschlechterte sich sein Gesundheitszustand. Später wurde an seinem Fuß schwarzer Hautkrebs festgestellt. Beim Joggen vor einem weiteren Konzert in den USA brach er im New Yorker Central Park zusammen. Die Diagnose war erschütternd: Tumorbefall des Gehirns, der Lunge und der Leber. Da die Ärzte ihm daraufhin nur noch wenige Wochen zu leben prognostizierten, wandte sich der Sänger an einen deutschen Arzt, der hoffnungslose Krebspatienten behandelte. Im Laufe der Behandlung durch die Chemotherapie verlor Bob Marley seine Dreadlocks, was für ihn eine Katastrophe war.

Letzter Wunsch

Am 8. Mai beschloss er seine letzten Tage in seiner Heimat Jamaika zu verleben. Nach der Zwischenlandung in Florida wurde aber klar, dass er für den Weiterflug zu schwach ist. Im dortigen Krankenhaus verstarb er schließlich. Sein Sarg wurde allerdings in sein Heimatdorf überführt und bei einer nationalen Trauerfeier beigesetzt.

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