Das größte Manko von Audials (alle Versionen), was es zu beseitigen gilt, damit das Tool nahezu perfekt wird

      Das größte Manko von Audials (alle Versionen), was es zu beseitigen gilt, damit das Tool nahezu perfekt wird

      Audials ist ein tolles Tool, das vielerlei Möglichkeiten bietet.

      Herauszuheben ist z.B. die Fähigkeit, zwischen Musiktiteln / Filmtiteln zu unterscheiden und in separate Dateien aufzunehmen, als auch zwischen verschiedenen Formaten (ob Video oder Audio) hin und her zu transcodieren und die Erkennung der tatsächlichen Videogeschwindigkeit (FPS) der Video-Streams.

      Der Hauptanwendungszweck dieses Tools ist jedoch das Capturen von Video- und Audio-Material eines Streams und gerade im Videobereich gibt es ein großes Manko:

      Es gibt viele Themen auf diesem Board mit Problemen, die etwas mit Mikrorucklern bei der Aufnahme von Videostreams zu tun haben. Es wird dann seitenweise herumphilosophiert, wo das Problem liegen könnte. Der Kunde hat diesen und jenen Rechner und überall kann sich die Ursache des Problems verstecken (wenig RAM, langsame Festplatte, zu wenig Kerne in der CPU, langsame Internetanbindung usw). Dabei wäre es so einfach, die meisten dieser Probleme zu umgehen, nämlich mit der Möglichkeit, in einen verlustfreien Videocodec aufzunehmen.
      Im Audiobereich ist es mit WAVE bei Audials gegeben. Warum nicht auch im Videobereich? Ich hatte dies aber schon mal vor Jahren hier geschildert (damals noch Audials 12) und das fand scheinbar kaum Beachtung, deshalb versuche ich es noch mal und hoffe, es sickert durch.

      Jeder, der im Audio / Video Bereich arbeitet und sich mit Encoding auskennt, der weiß:
      Es ist ein großer Denkfehler, in der Prozesskette direkt in das gewünschte Format aufzunehmen.

      Stellen Sie sich vor, der Musikproduzent arbeitet ab jetzt nur noch mit MP3 (verlustbehafteter Codec).
      Er speichert seinen Track 100 mal immer wieder ins MP3 Format, bei jeder kleinen Änderung. Wie wird sich das wohl aufs Endresultat auswirken? 100 mal ist natürlich etwas hochgegriffen, aber dient hier zur Veranschaulichung.

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      Auch wenn man annimmt, dass man Audials im jetzigen Zustand optimal einstellt, dass es keine Ruckler mehr gibt, ist es immer noch nicht gut genug!

      Denn: Das, was man in der Video-Einstellung unter "H264 Höchste Qualität" auswählen kann, ist noch lange nicht gute Qualität, wenn man berücksichtigt, was der h264 Codec überhaupt kann.

      Dieses kann man nämlich ganz einfach überprüfen, in dem man das von Audials in h264 aufgenommene Video (unter Verwendung vom Profil "Höchste Qualität") mit MediaInfo analysiert und die Encode Einstellungen überprüft. Diese sind sehr dürftig. Das was als "höchste Qualität" hier zu sehen ist, ist der gute CRF Wert "15".
      Der ganze Rest der Encode Einstellungen ist so ausgelegt, dass die CPU möglichst viele Frames in Echtzeit encodieren kann, was ja schließlich kein Wunder ist, denn man möchte damit die Ruckler bei der Aufnahme vermeiden. Folglich gibt es in der Aufnahme viel Blockbildung und Artefakte (mit viel meine ich für das Auge viel, das großen Wert auf nahezu 1:1 Qualität legt)

      Man könnte jedoch einen erheblichen Qualitätssprung schaffen, wenn man direkt in einen verlustfreien Codec (Lagarith, Huffyuv, MagicYuv lossless) aufnimmt, später dann in h264 mit höchsten Encode-Einstellungen encodiert. Diese Möglichkeit muss zumindest den erfahrenen Nutzern gegeben sein!
      Ein richtig toller Nebeneffekt bei der Anwendung eines verlustfreien Codecs ist, dass dieser KAUM CPU Ressourcen frisst! Dieser braucht nur eine relativ schnelle Festplatte, da er mit extrem hohen Bitraten schreibt.
      Ein 720p Spielfilm im Lossless Format wäre Pi mal Daumen 100 GB groß. SSDs sind eh günstig und deshalb wäre das der sinnvollste Weg beim Capturen von Videomaterial!

      Auf diesem Wege würde das Video absolut ruckelfrei aufgenommen werden in 1:1 Qualität, so wie es ankommt (außer die Internetleitung bremst).
      Warum bin ich mir da so sicher? Ganz einfach: Diese Methode hat schon in den 90ern funktioniert, mit den damals extrem langsamen Rechnern mit 400 Mhz, als man z.B. VHS über TV Karte digitalisiert hat. Wenn man schon vor 20 Jahren ruckelfrei aufnehmen/ capturen konnte, dann wird es doch wohl heute möglich sein, ein FullHD Video ruckelfrei aufzunehmen.
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      H264 bietet zwar im jetzigen Zustand von Audials die beste Variante für die Bildqualität, jedoch wird man immer mit Rucklern und eher schlechter Bildqualität zu kämpfen haben! Es wird immer eine große Anstrengung für den PC bleiben, EGAL ob i7 9 oder mit 125 Kernen! Das muss man ein mal begriffen haben.

      (Natürlich habe ich auch andere Codecs bei Audials getestet, wie z.B. DIVX XVID WMV 7/8/9 etc, aber das ist wirklich alles nicht das Gelbe vom Ei, auch wenn es dann nahezu ruckelfrei wird).

      Wenn die Implementierung eines verlustfreien Videocodecs aus lizenztechnischen Gründen nicht umgesetzt werden kann, dann bieten Sie doch einfach mit einem (ggf. inoffiziellen) Plugin eine Möglichkeit an, auf externe Codecs zuzugreifen (Wie es normale, kostenlose Encodingtools sowieso schon tun, solche wie VirtualDub -> siehe Screenshot unten) .

      Wenn Audials um dieses scheinbar kleine Feature erweitert wird, wäre es nahezu perfekt. Dann könnte man selbst mit einem Mittelklasse Notebook flüßig in Fullhd aufnehmen.
      Hoffentlich kommt dieser Tag noch bevor Schalke Meister wird!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „CaptureFreak“ ()

      Zu Film/Videostreaming kann ich so gut wie nichts sagen.

      Du sagst aber "Im Audiobereich ist es mit WAVE bei Audials gegeben."
      Aber was wird von den Streaming-Diensten in Musik denn bereitgestellt ? Meist Mp3, in den Pro-Versionen sogar in 320KBit/s. (Wobei ich übers Soundcapturing bei Einstellung Orignialqualität, womit die bereitgestellte Originalqualität gemeint ist, nur 256 KBit/s. erhalte. Gut, kann ich zwar mit leben, aber naja, die bereitgestellte Originalqualität ist es nicht.
      Einige Streamingdienste senden auch in flac gegen Aufpreis - kenn ich mich nicht mit aus. WAVE wüsste ich nicht, dass es überhaupt gestreamt wird. Im Gegenteil - habe neulich ein Interview mit einer Tontechnikerin gelesen. Demnach haben die Streamingdienste die Lautstärke zuungunsten der Dynamik angehoben - Spotify ist vor einigen Monaten ein Stück zurückgerudert. Die Mass-Einheit ist mir leider entfallen, aber ich verstehe das Prinzip auch nicht, jedes Gerät hat doch schliesslich einen Lautstärkeregler ?? Die bessere Qualität war bei Spotify jedenfalls hörbar.
      Mein Fazit: Hier müsste zunächst von den Streamingdiensten was kommen, aber Audials (hat wohl auch mit flac Probleme) sollte die bereitgestellte Qualität ohne Abstriche auch aufzeichnen können.

      Was ich mir - hab ich an andrer Stelle schon geschrieben - für die Perfektion von Audials wünschen würde, ist die 1-5* (Sterne) - Bewertungsmöglichkeit - die es in bereits in den Basis-Tags gibt. Wenn man danach seine Musik sortieren könnte, wären automatische Wunschlisten - z.B. 5***** als Best Of eines Künstlers, eines Genres, oder gar der Musiksammlung automatisch möglich, so man seine Musik so eingeordnet hat.
      "Originalqualität" kann man mit Audials sowieso nicht aufnehmen. Das würde ja bedeuten, dass man den Originalstream so wie er ankommt 1:1 auf die Festplatte ablegt, ohne die CPU mit einem Encode zu belasten.

      Das was Audials in Sachen Musik kann, ist hervorragend. Es ist aber eben "gecapturet", also Stream abgezapft und encodiert.
      Die bestmögliche Option ist erstmal in Wave aufzunehmen, für eventuelle Nachbearbeitungen und auch wenn es nicht 1:1 von der "CD" ist, kommt die Soundquali aber schon nahezu identisch zum Original an. Und dabei rede ich gar nicht von DTS 96 Khz oder so. Das ist auch nicht der Sinn beim Capturen. Für Stereo ist es völlig in Ordnung.

      Mein Thema hier geht allein um die Video Aufnahme. Mit einem verlustfreien Codec würde die Effizienz von Audials enorm steigen! Dinge, die bisher unmöglich waren, würden möglich. Sogar ein 2-Kerner könnte die Aufgaben stemmen, die jetzt ein i7 nicht mal richtig ruckelfrei mit Audials hinbekommt.

      Für einen Programmierer von Audials wäre das ein Leichtes, das zu implementieren
      "Originalqualität" wird von den Streamingdiensten ja auch garnicht bereitgestellt. Das Encodieren sollte aber die im angezapften Stream bereitgestellte Quali nicht verschlechtern.
      Wenn ich Dich richtig verstehe, meinst du, einen 320KBit/S Stream in MP3 über Audials in WAVE aufzunehmen, würde was bringen, ausser aufgeblasenen Dateien ?? Da ist seitens des Streaming-Anbieters doch bereits eine Kompression eingestellt.
      Nun, ich will Dein eigentliches Thema aber nicht verwässern ...

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Peter47628“ ()

      Wir müssen uns zuerst einig darüber sein, was wir mit Originalqualität meinen.
      Das was ich meinte ist, original so, wie er bei dir zuhause ankommt. Der Stream unverändert. Dass die Qualität von dem originalen "Master" abweicht, ist mir schon bewusst.
      Audials kann einen MP3 Stream nicht 1:1 auf die Festplatte ablegen, soweit ich weiß. Das kann man aber z.B. mit winamp grabber. Voraussetzung ist, dass der Stream nicht verschlüsselt ist oder im eigenen Player bereitgestellt wird. Wie z.B. hier ein 1 Live Radio Stream:

      wdr-1live-live.icecastssl.wdr.…e/live/mp3/128/stream.mp3

      Wenn man mit Audials aufnimmt, wird der Ton vorher durch die Soundkarte gejagt und dort abgezapft. Natürlich kann man hier direkt in MP3 aufnehmen, wenn man nichts weiter bearbeiten möchte.
      Empfehlenswerter wäre aber WAVE, falls man den Ton noch zurechtschneiden will, Lautstärkenanpassungen vornehmen will usw und erst zum Schluss dann in MP3 / AAC wandeln. Mit Wave ist der Ton dann aber bestmöglich erhalten für eine Nachbearbeitung.

      Was im Videobereich das gleiche wäre. Auch da kommt ein Stream ja nicht als Master an sondern bereits encodiert in irgend ner Form. Wenn man hier direkt in einen verlustbehafteten Codec capturet, dann verschlimmert man noch weiter die Blockbildung und Co. Und dass Ruckler hin und wieder auftauchen, wurde hier oft erwähnt.
      Mit einem Lossless Codec würde man das Bild zumindest 1:1 so wie es auf dem WEB-Player ankommt in großen Datenmengen ablegen, dabei wenig Rechenleistung benötigen und hinterher immer noch in sein gewünschtes Endformat encodieren mit weit aus besserem Bildergebnis, als es Audials derzeit mit H264 und Co anbietet, da man höhere Encoding Einstellungen nutzen kann, die wesentlich langsamer encoden, aber dafür deutlich bessere Ergebnisse liefern
      @CaptureFreak: Diesen Feature Wunsch kann ich nur bekräftigen. Ein AMD K6-2/400 oder Celeron 300 hat "damals" locker gereicht um 4:3 PAL verlustfrei mit der TV-Karte in Huffyuv zu capturen. Heute sollte es ohne Stress möglich sein 1080p als vollen Desktop zur nachfolgenden "Weiterverwurstung" mittels AVIDemux, Vidcoder, usw. verlustfrei zu capturen. Bei 720p braucht man vermutlich nicht mal ne SSD.

      Meine Erfahrungen mit Audials 2017 und dem Capturen von Amazon Videos waren eher gruselig. Ich hab den Film nur in SD abgespielt und aufgenommen. Was da raus kam war qualitätsmäßig irgendwo zwischen gut gemachter SVCD-DVD-Rip oder DivX in 640er Breite.

      Den gleichen Film hingegen auf dem 32" Sony per FireTV wiedergegeben resultierte in perfekt gestochen scharfem Bild.
      Zum Vergleich hatte ich noch so nen HDMI Capture Box mit Hardware 264 Codec, die sich um HDCP nicht großartig kümmert vom Kollegen ausgeliehen und auch die produzierte Aufnahme war super.

      Auch wenn mein PC etwas betagter ist, würde ich schon zumindest gute SD-Qualität erwarten, denn sonst macht Audials IMO was gehörig falsch:
      • AMD Phenom 4x3.2 GHz
      • 8 GB DDR3 RAM
      • 500GB Samsung SSD
      • GeForce 750GT
      • Win7 x64 Professional
      Wenn man die ganze Prozesskette versteht, sprich Abspielen von Stream, Abtasten des Bildes, Encoding in HD ob 720p oder 1080p, dann ist es ziemlich offensichtlich, dass es für jeden PC eine gehörige Last darstellt und sich überall Ursachen für Mikroruckler einschleichen können. Deswegen muss dieses Lossless Feature absolut ohne Diskussion in Audials hinzugefügt werden. Es ist nur logisch! Es ist wie gesagt Audials größte Schwachstelle, die doch so einfach ist, auszumerzen.

      Wenn ich ehrlich bin, das ist der einzige Grund, wieso ich mir Audials immer noch nicht gekauft habe. Weil das Tool dort versagt, wofür es doch eigentlich geschaffen wurde
      Lieber "Capturefreak",

      wenn es nur so einfach wäre, hätten wir das schon lange getan. Nur so ist es leider nicht:

      Der Film wird von modernen Videoportalen nicht in einem Stück übertragen, sondern in vielen einzelnen "Häppchen".
      Der Grund ist das sog. "adaptive Streaming": Jedes Film-Häppchen kann in einer anderen Qualitätsstufe kommen, um so auf z.B. eine schlechte Internetverbindung reagieren zu können.

      Aber es ist noch "schlimmer": Die einzelnen Häppchen werden vom Portal zum Browser übertragen, aber von diesem keineswegs "herausgegeben". Das Einzige, was der Browser (and die Grafikkarte, und letztlich an den Bildschirm - und damit auch an Audials) "herausgibt", sind die Einzelbilder.

      Audials muss nun aus diesen Einzelbildern einen Film zusammensetzen. Der wird natürlich encodiert, wobei man einstellen kann in welchem Format.
      Die je nach Hardware (bei guter Hardware oder angepasster Auflösung zum Glück sehr sehr selten) vorkommenden "Ruckler" liegen aber nicht an diesem Audials-Encodierungsprozess.
      Daher ließen sie sich durch einen verlustfreien Encoder auch kaum beheben.

      Sie können vielmehr eine Vielzahl an Ursachen haben:
      - Der Rechner wird durch die zusätzliche Aufnahme etwas mehr belastet. Wenn der Browser mit dem Abspielen ansonsten schon 100% ausgelastet wäre, kann diese Zusatzlast dazu führen, dass der Film schon bei der Anzeige leicht "ruckelt". Das findet sich natürlich in der Aufnahem wieder.
      - Falls die Verarbeitung der Aufnahme zu viele Ressourcen benötigt, und damit droht das Abspielen zu stören (und damit auch den Film), werden einzelne Frames "ausgelassen" (und durch den Vorgängerframe ersetzt), was zu minimalen Rucklern führen kann
      - Auch die Browser und die Player der Videoportale haben mitunter Fehler, die in bestimmten Systemen zu Rucklern führen - die Audials dann mit aufnimmt
      - An den Grenzen der Einzelhäppchen - die beim Abspielen vom Browser meist recht nahtlos nacheinander gespielt werden, kann der Übergang in Audials minimal deutlicher sichtbar werden - ein weiterer "Ruckler".
      - Und eine Vielzahl ähnlicher spezieller Randbedingungen, die zu Rucklern führen können.

      Alles in Allem enthält Audials2018 eine der wohl hochoptimiertesten Videoaufnahmefunktionen, um den aufgenommenen Film in höchster Qualität auszugeben. Setzt man Hardware ein die stark genug ist - oder sorgt man dafür dass die Auflösung nicht zu hoch wird bei schwächerer Hardware (wir haben hier in Audials2018 einen "Empfehlungsschritt" eingebaut), bekommt man annähernd perfekte Qualität.

      Wir optimieren das Verfahren auch stetig weiter, dank dem Komponenten-Autoupdate wird audials hier tendenziell automatisch immer besser.

      Wenn der Hauptgrund der Codec wäre - wenn dieser die "Quelle möglicher Ruckler" wäre, und verlustfreie Codecs das verhindern würden, hätten wir es ganz sicher schon eingebaut.
      Nur ist dem nicht so. Im Gegenteil, verlustfreie Codecs würden zu VIEL grösseren Videoaufnahmen, damit auch viel höherer I/O-Last, und damit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit von Rucklern führen.

      Ich hoffe, du kannst trotzdem die aufgenommenen Filme genießen ;)

      Viele Grüße
      audials_guy
      Viele Grüße / Best regards,



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      Die Film/Video-Fraktion wäre damit ja über die Problematik informiert.
      Tja, und Musik-Streaming: Wie die Streaming-Dienste ausser Komprimieren (auch flac ist ja eine Kompression) das Original (Master) noch verunstalten, darüber dieser Artikel von Heise. Da ist Audials ja aussen vor.
      Was ich mir bezüglich Musik-Streming von Audials wünschen würde (damit es rundum ein perfektes Tool wird) ist erstens, das die bereitgestellte "Qualität" auch wirklich übers Soundcapturen ankommt (also nicht, wenn in 320 gesendet wird, nur 256 ankommen), zweitens gibts bei/mit flac wohl (noch) Probleme, ja und drittens, die 5Sterne-Bewertungsmöglichkeit (in den Basis-Tags vorhanden), und die Sortierbarkeit danach für automatische Play/Wiedergabelisten-Erstellung.

      audials_guy schrieb:


      Wenn der Hauptgrund der Codec wäre - wenn dieser die "Quelle möglicher Ruckler" wäre, und verlustfreie Codecs das verhindern würden, hätten wir es ganz sicher schon eingebaut.
      Nur ist dem nicht so. Im Gegenteil, verlustfreie Codecs würden zu VIEL grösseren Videoaufnahmen, damit auch viel höherer I/O-Last, und damit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit von Rucklern führen.


      Da sprichst du nur leider im Konjunktiv. Ich habe jahrelang mit verlustfreien Codecs gecapturt und spreche aus Erfahrung. Dieser Codec würde garantiert nicht zu noch mehr Mikrorucklern führen, aber leider können wir das nicht überprüfen, da keine Möglichkeit gegeben ist.
      Eine höhere I/O Last? Es gibt SSDs! Das wäre überhaupt kein Problem für sie zu stemmen. Und auch da spreche ich aus Erfahrung. Wenn ich einen Test auf meiner SSD durchführe, von einer 1080p Bluray in z.B. Huffyuv oder Lagarith encode, dann beträgt die CPU Auslastung 20% und es wird mit 90 fps encodiert! So viel dazu...

      Und es ist müßig über "hätte wäre" zu sprechen. Ich bin mit deiner hypothetischen Antwort nicht zufrieden.

      Abgesehen von den Mikrorucklern könnte man die abgegriffenen Frames in annähernd 1:1 Qualität abspeichern. Die jetzige Methode ist jedoch daneben, wenn es um Qualität geht und da darfst du auch nicht von "nahezu perfekter Qualität" sprechen, nur um das Produkt in einem besseren Licht dastehen zu lassen. Ich habe oben in dem Post genau geschildert, warum es nicht optimal ist. Audials benutzt auch im höchsten Encoding Profil bei weitem nicht die Encoding Einstellungen, um das zu erzielen, wozu h264 wirklich imstande wäre! Die Encodingeinstellungen sind optimiert für Fastencoding!

      Damit du nicht denkst, ich würde irgendwas behaupten, hier der Beweis: Mit Audials encodierter Videostream mit dem Höchsten Qualitätsprofil von h264:

      Quellcode

      1. Kodierungseinstellungen : cabac=1 / ref=3 / deblock=1:0:0 / analyse=0x1:0x111 / me=hex / subme=7 / psy=1 / psy_rd=1.00:0.00 / mixed_ref=1 / me_range=16 / chroma_me=1 / trellis=1 / 8x8dct=0 / cqm=0 / deadzone=21,11 / fast_pskip=1 / chroma_qp_offset=-2 / threads=12 / lookahead_threads=2 / sliced_threads=0 / nr=0 / decimate=1 / interlaced=0 / bluray_compat=0 / constrained_intra=0 / bframes=3 / b_pyramid=1 / b_adapt=1 / b_bias=0 / direct=1 / weightb=1 / open_gop=0 / weightp=2 / keyint=250 / keyint_min=25 / scenecut=40 / intra_refresh=0 / rc_lookahead=40 / rc=crf / mbtree=1 / crf=15.0 / qcomp=0.60 / qpmin=10 / qpmax=51 / qpstep=4 / ip_ratio=1.41 / aq=1:1.00


      Wer sich halbwegs mit x264 auseinandergesetzt hat, sieht anhand der Einstellungen hier, dass sie weit weg von "Qualität" sind.

      Wenn man also den abgegriffenen Stream direkt mit einem Codec encodiert, der ohnehin schon nicht mit den besten Einstellungen (für die Qualität!) versehen ist, dann ist es offensichtlich, wie das Resultat aussieht, nämlich noch deutlich mehr Verblockung als der Stream schon hatte, als er ankam.

      Es ist KEINE kluge Idee, in Realtime in h264 aufnehmen zu wollen und dann noch eine gute Qualität erwarten (außer, eine nahezu perfekte Qualität ist einem egal). Das funktioniert nicht.

      Egal, man könnte jetzt seitenweise Diskussion über hätte wäre führen, aber das bringt leider so nichts.

      Ich habe einfach trotzdem die Frage und bitte um Antwort: Wo ist das Problem, einen verlustfreien Codec zu implementieren? Es bliebe immer noch eine Entscheidung des Anwenders, ob er ihn nutzt oder nicht.

      Hat es lizenztechnische Gründe? Oder ist es nur wegen "Aufwand, der nicht bezahlt wird"?
      Warum könntet ihr nicht eine Expertenfunktion einbauen, in der man auf externe Codecs zugreifen kann, die man nach belieben konfigurieren kann (so wie es Codec xyz von Haus aus zulässt).

      Ich glaube nicht, dass es verboten wäre, denn wenn ein Anwender die Codecs für private Zwecke nutzt und keine gewerbliche, wäre es doch völlig legal und umsonst. Niemand muss irgendwelche Lizenzen für Codecs zahlen, die es ohnehin umsonst gibt

      Weder Audials noch die Firma hätten irgendwelche Nachteile dadurch. Die Möglichkeit zu haben, dass Experten mehr Spielraum in der Bedienung hätten, hätte doch immer Vorteile und ihr müsstet für externe Codecs keinen Support leisten und wärt aus dem Schneider

      Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von „CaptureFreak“ ()

      Ich denke mal, dass hier viele Dinge durcheinander geworfen werden: Soweit ich verstanden habe, kann Audials Audiostreams sehr wohl "1:1" abspeichern, da die "Abnahme" nicht über die physikailsche Soundkarte, sondern über die virtuelle Version erfolgt. Somit bleibt alles digital und es sollte auch nichts verändert werden. Würde Audials das nicht machen, bestünde ja die Gefahr, dass Systemtöne ebenfalls aufgezeichnet wird. Das ist mir bisher aber noch nicht aufgefallen. Aber auch bei einer Soundkarte ist es nicht unebdingt gesagt, dass hier über die analogen und digitalen Wandler gegangen wird.

      Zu Flac:
      Das Problem ist hier die oftmals falsche Verwendung des Begriffes "Kompression". Verlustbehaftete Formate sind im Grunde keine Kompression, sondern eine Reduktion. Bei letzterem werden Teile des Audiosignals weggeschnitten oder gelöscht. Bei einer Kompression wird aber der Ursprungszustand nach der Dekompression wieder hergestellt. Wenn ich z.B. ein Text-Dokument mit einem Packer (zip, rar) kompremiere, fehlen ja später beim entpackten File keine Buchstaben oder so etwas. FLAC (oder z.B. Ape) wurde eben genau dafür entwickelt: Um Audiomaterial zu verkleinern, ohne die Qualität anzutasten.

      ZUm Heise-Artikel:

      Runter mit der Lautheit: Speziell Streaming-Dienste
      mixen ungestüm, also zu laut. Dem Ergebnis mangelt es dann sehr an
      Dynamik. "Laute Mixe sind von gestern. Kommt runter mit der Lautheit."


      Mal davon, dass in dem Beitrag auch wieder eine andere "Kompression" gemeint ist, wird das Problem von meiner Seite aus falsch angegangen. Es wren ja schließlich die Produzenten, die mit dem ganzen Murks angefangen haben, nur damit das jeweilige Stück im Radio lauter als die der Konkurrenz erscheint. Jetz die Schuld den Streaming-Diensten zuzuschieben ist untere Schublade. Würde beim Mastering endlich wieder vernünftig gearbeitet, wäre das Problem entweder nicht mehr vorhanden oder zumindest deutlich eingeschränkt. Da sollten sich die Tonfritzen doch auch mal auf die eigenen Finger schauen. Ein Beispiel zur Dynamik: Man höre sich den Titel "Shake It Out" von Florence + The Mashine an. Colles Stück mit richtig geilen Drums. Was hätte man da machen können, aber da alles ja am besten gegen 0 abgemischt wird, klingt am Ende alles nur wie ein Brei und man merkt beim Hören richtig, wie die Lautsprecher gegen eine Wand anspielen. Mit weniger "Lautheit" hätte man eine viel stärker Dynamik und damit einen viel besseren "Rums" erstellen können. So war es nur ein Brei - und Streaming-Dienste hätten da auch nichts wirklich mehr etwas kaputt machen können...

      Mal davon angesehen, dass das Problem umgangen werden könnte, wenn der Nutzer eben einen Tarif mit verlustfreiem Streaming nutzt...da sollte das Material eigentlich klanglich unangetastet bleiben.

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von „Lapje“ ()

      Lapje

      1:1 Qualität vielleicht, jedoch nicht 1:1 Stream. Mit 1:1 Stream meine ich, wenn man mit einem Hexeditor in den Stream reinschauen würde und ebenfalls in die Aufnahme, würde man keine Unterschiede merken.

      Jetzt verstanden? ;)
      Wenn über die Soundkarte abgegriffen wird, ist es annähernd identisch zum Stream selbst, da man nicht ausschließen kann, dass irgendwo etwas "verändert" wird hinsichtlich Lautstärke oder sonstiges und jede Konversion kann eine Abweichung zum Original bedeuten
      Hier wird ja mal richtig diskutiert - jahrelang (echt) kam mir dieses Forum recht "tot" vor :D
      @ Lapje: Du hast recht, flac , wie der Name ja schon sagt, ist im Grunde verlustfrei. Ob man aber bei Musik eine Kompression, meinetwegen in MP3 mit 320KBit/s wieder - analog zu packen/entpacken andrer Daten - verlustfrei wieder in den Ur-Zustand "wandeln" könnte, glaube ich nicht - was da weg ist, ist weg - wäre ja schön, wenn es anders wäre ;)

      Audials hat, soweit mir bekannt, mit flac (noch, hoffentlich) seine Probleme - wären die gelöst, würde ich mich für einen statt jetzt zwei Streaming-Diensten in Pro-Version - und dann in flac - entscheiden.

      Zum Heise-Artikel: In der Tat scheint bereits schon beim Abmischen der Originale oft - nicht immer - einiges im Argen zu liegen. Gute Musik braucht gute Tontechniker - und ja, manche hat die bekommen, die sie verdient, manches klingt aber auch grauslich, ums noch moderat zu sagen :D Naja, der Heise-Artikel zeigt aber, dass ein Problembewusstsein vorhanden ist.
      @CaptureFreak
      Ach so, jetzt verstehe ich - im Grunde wie man einen digitalen TV-Stream mitschneidet. Dennoch widerspreche ich dem zweiten Teil Deines Posts. Wie gesagt, ich denke, dass die Virtuelle Soundkarte den Stream einfach umwandelt und nichts an Lautstärke und somit verändert. Aber auch das wäre eigentlich ja kein Problem - so lange die Dynamik unangetastet bleibt.

      @Peter47628
      Bei verlustbehafteten Formaten bleibt weg was weg ist. Aus einem JPG kannst Du ja auch nicht wieder das ursprüngliche Bitmap herstellen. Ich verstehe hier aber das Problem nicht: Ich nehme zumidnest meien Hörbücher zunächst in WAV auf und wandle dann selbst ins entsprechende Format - so habe ich Kontrolle über alles.

      Zum Heise-Artikel:
      Wenn bei der Dame ein "Problembewusstsein" vorhanden wäre, dann hätte sie nicht ständig mit dem Finger auf andere gezeigt, sondern bei ihrer eigenen Fraktion angefangen. Das vermisse ich aber.
      Naja, Lapje, wenn ein Stream in einem verlustbehafteten Format (MP3) gesendet wird, bringt es ja nix, den in WAV aufzunehmen. Da hoffe ich wie gesagt auf Audials in Sachen flac.

      Das "Problembewusstsein" - tja. Ich kenne mich in der Musikbranche nicht aus, nehme aber an, dass manchen Musikern in der Wahl des Aufnahmestudios die Hände gebunden sind - und es für Vertragsfreiheit schon einen Bekanntheitsgrad braucht. Die Studios selbst - von grottenschlecht (gottseidank die Ausnahme) bis ausgezeichnet, und in letzerem Fall hört sich selbst eine auf 128KBit/s komprimierte Aufnahme noch besser an als die unkomprimitierten. Und da muss man halt auch bei flac entscheiden, ob man drauf verzichtet.

      Übrigens: Der Brian Wilson von den Beach Boys war/ist ja auf einem Ohr taub, hat aber in den 60igern ein Album (glaube "Friends" wars) selber abgemischt - dementsprechent ist auch das Ergebnis ausgefallen, omg.

      Lapje schrieb:

      @CaptureFreak
      [...] Dennoch widerspreche ich dem zweiten Teil Deines Posts. Wie gesagt, ich denke, dass die Virtuelle Soundkarte den Stream einfach umwandelt und nichts an Lautstärke und somit verändert. Aber auch das wäre eigentlich ja kein Problem - so lange die Dynamik unangetastet bleibt.


      Ich habe schon mehrmals mit anderen Leuten verglichen. Wir hatten den gleichen Stream mit den gleichen Einstellungen aufgenommen und beim Kollegen war die Lautstärke immer so 7 dB höher. Wir haben halt unterschiedliche Hardware. Theoretisch könntest du recht haben mit der virtuellen Soundkarte, aber ich bin mir da nicht so sicher.

      @ Peter47628

      Ja, Diskussion in Foren ist immer gut, solange sie nicht einseitig ist. Ich bin jedoch immer noch nicht zufrieden mit der Antwort des Supports auf meine Frage nach einem Lossless Videocodec. Die Erklärung müsste noch breiter gefächert sein, was z.B. die Lizenz angeht. Und wieso wird nicht einfach dem Anwender überlassen, was er gerne für einen Codec nutzen möchte, in z.B. einem Expertenmodus. Von vorn herein auszuschließen, dies und jenes würde nichts bringen, halte ich für eine falsche Vorgehensweise, wenn man auf Kundenfang ist.
      Und ich sage mit einer 100% Sicherheit, dass wenn diese Lossless Funktion beim Videocodec gegeben wäre, ich ihm zeigen würde, dass er Unrecht hat!

      Mag sein, dass er ein sehr erfahrener (gelernter) Programmierer ist, aber man muss auch Erfahrung im Encoding und der Grafik-/Bildverarbeitung haben. Wenn man folglich das mit h264 gecapturte Material dem lossless gecapturten Material gegenüber stellen würde, würde ein Grafiker klar zeigen, wo die Schwachstellen der h264 Variante liegen.

      Ich würde 1000 Euro darum wetten, weil ich mir so sicher bin!