Konvertierung - Verständnis- und Anwendungsproblem

      Konvertierung - Verständnis- und Anwendungsproblem

      Hallo zusammen,

      ich nutze seit kurzem Audials one 2019. Als Ausgabeformat hatte ich zunächst eingestellt:

      Originalformat beibehalten, falls verfügbar … und unter
      Konvertierungsprofil - Details (Audiodateien): MP3 – Original-Qualität.

      Dies führte zu folgenden Ergebnissen bei der Aufnahme von Musikstücken:
      Radiosender: Entsprechend der beim jeweiligen Sender angezeigten Bitrate, also normalerweise 128 bis 320 kBit/s
      Youtube: 160 kBit/s
      Amazon Prime: 256 kBit/s
      Tidal (HiFi – verlustfrei!): 256 kBit/s.

      Bislang ging ich davon aus, dass der Song exakt mit so viel kBit/s abgespeichert wird, wie er gesendet wurde, da ich ja das Originalformat beibehalten wollte und den Konverter auch so eingestellt zu haben glaubte.

      Ändere ich nun in Audials unter Konvertierungsprofil auf FLAC (unter Beibehaltung des Originalformates), wird eine FLAC-Datei abgespeichert mit einer Bitrate von normalerweise oberhalb 700 kBit/s. Gleiches geschieht, wenn ich das Originalformat nicht beibehalte, sondern die zweite Alternative ankreuze (alle Dateien konvertieren und erstellen im Format: Individuell FLAC). Eine Konvertierung von MP3 zu FLAC macht aber nun ja keinen Sinn. Wenn einer verlustbehafteten Kompression Klanginformationen fehlen (MP3), können diese ja nicht mehr zurückgeholt werden. Aber widerspricht sich das denn nicht, wenn ich in Audials einerseits festlegen kann, dass das Originalformat beibehalten werden soll, andererseits aber z. B. in FLAC konvertiert wird, wenn ich das entsprechend im Konvertierungsprofil festlege?

      Nun zu Tidal. Bei dortiger HiFi-Auswahl und der Audials-Auswahl „Originalformat beibehalten“ müsste nach meinem Verständnis eine FLAC-Datei auf dem PC landen. Tut es aber nicht. Dort findet sich, wie eingangs geschildert, eine MP3-Datei mit 256 kBit/s. Dies liegt wohl daran, dass als Konvertierungsprofil MP3 – Original-Qualität eingestellt war. Warum führt dies dann aber nicht zu einer Datei mit 320 kBit/s, also der höchstmöglichen Bitrate, wo doch, soweit ich weiß, in FLAC gesendet wird?

      Ändere ich nun die Audials-Einstellungen beim Konvertierungsprofil auf FLAC, wird eine FLAC-Datei abgespeichert. Entsprechende Songs wiesen aber nur die halbe Lautstärke der MP3-Datei auf (so ungefähr jedenfalls). Diese Tatsache kann ich seit heute nicht mehr feststellen. Die Lautstärke ist normal, will heißen, vergleichbar der MP3-Datei. Woran das lag, weiß ich nicht.

      Zusammen genommen bin ich jetzt jedenfalls verunsichert und weiß nicht mehr, was ich bei Audials einstellen muss, um ein im Originalformat gesendetes Musikstück mit richtiger Bitrate auf den PC zu bekommen. Speziell gilt dies für Tidal HiFi, wo Songs im verlustfreien FLAC-Format gesendet werden.

      Meine vielleicht laienhaften Fragen bitte ich mir nachzusehen. Ich bin nämlich Laie. Wer ist so nett und hilft mir auf die Sprünge?

      Vielen Dank

      Oldieliebhaber schrieb:

      Zusammen genommen bin ich jetzt jedenfalls verunsichert und weiß nicht mehr, was ich bei Audials einstellen muss, um ein im Originalformat gesendetes Musikstück mit richtiger Bitrate auf den PC zu bekommen. Speziell gilt dies für Tidal HiFi, wo Songs im verlustfreien FLAC-Format gesendet werden.


      Mir geht es leider genauso. Vielleicht kann uns doch jemand zu diesem Thema helfen?
      Tausend Dank im Vorraus!
      Es ist zum Haare raufen. Ich versuche es in verschiedensten Threads hier seit Jahren immer wieder zu erläutern, aber das Audials-Team schert sich einen Kehricht und belässt diese Option in ihrer Software, obwohl sie massiv missverständlich ist und m.E. in bestimmten Szenarien gar nicht tun kann, was ihr Name verspricht.

      Jede Aufnahme von Streams, also Spotify, Tidal, etc., kann gar nicht als „Original-Qualität“/„Originalformat“ abgespeichert werden, weil Audials das (auf regulärem Weg) gar nicht wissen kann. Audials nimmt das (unverschlüsselte, unkomprimierte) Audiosignal entgegen, dass die Software (Clients von Spotify, Tidal, ... bzw. der Browser) produziert. Welchen Stream diese Software vorher entgegen genommen hat, in welchem Format, mit welcher Bitrate und mit welchem Kopierschutz, das kann Audials eigentlich nicht wissen. Also können die abgespeicherten Musikdateien dies auch nicht berücksichtigen. Audials fällt dann auf irgendeine entsprechend großzügig gewählte Voreinstellung zurück.

      Liebe Audials-Entwickler, das sage ich seit Jahren nur aus dem wenigen Sachverstand den ich so habe geschlussfolgert. Meine Rückfragen hierzu habt ihr nie beantwortet. Irre ich mich, kann Audials mit irgendeiner Magie doch mehr? Warum wird diese vermeintlich benutzerfreundliche, aber doch eigentlich eher verwirrende bzw. Benutzer-täuschende Einstellung weiterhin im Produkt belassen (bzw. weiterhin auch für Streaming-Aufnahmen angeboten)?

      Mein Tipp stets: Wählt das Format, dass ihr euch für die auf eurer Festplatte gespeicherte Musik wollt, eure persönliche Abwägung zwischen Qualität und Plattenplatz. Und nehmt nur Musik auf, die hinreichend gute Ausgangsquaiität hat, also Spotify im Client mit Premium, Tidal usw.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „woof“ ()

      Hallo woof,

      vielen Dank für deine Erläuterungen. Sie bestätigen mir leider, was ich fast schon befürchtet hatte. Und es scheint deinen Erfahrungen zufolge auch wohl wenig Sinn zu machen, den Hersteller von Audials zu kontaktieren. Schade eigentlich. Es müsste ja in dessen Interesse sein, derart missverständliche Optionen einer Software zu korrigieren.

      Nun, ich muss ja kein Folgeprodukt mehr kaufen.

      Viele Grüße
      Na ja, dass diese Option zwar „gut gemeint“, aber in vielen (insb. aktuell in den gängigsten) Szenarien wirkungslos und vor allem verwirrend ist, das bedeutet ja nicht, dass die Software grundsätzlich schlecht ist, und für eine auch zukünftig gute Titelerkennung wird wahrscheinlich schon irgendwann eine neue Version fällig werden. Was m.E. schlecht ist, dass ist der Support...
      Tut mir leid, ich wollte das Produkt nicht schlechtreden. Meine Bemerkung war, aus einer gewissen Enttäuschung heraus, dem Umstand geschuldet, dass ich halt offensichtlich nicht oder jedenfalls nicht immer nachvollziehen kann, ob die Qualität der Aufzeichnung derjenigen des Streams entspricht oder ob es an der Konvertierung liegt.

      Nochmals danke.