Deine eigene Sammlung - deine Freiheit, deine Sicherheit

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Moderne Streaming-Dienste sind auf allen wichtigen Plattformen komfortabel verfügbar. Warum sollte man überhaupt in Betracht ziehen, eine eigene Musik- und Film-Sammlung zu pflegen?

Eine gute Frage! Während es auf den ersten Blick “überflüssig” erscheint, hat es doch große Vorteile:

Für immer verfügbar

Streaming-Dienste ändern laufend ihr Angebot. Wenn du Pech hast, ist ausgerechnet dein Lieblingsmusikstück oder der Film, an den du so viele wertvolle Erinnerungen hast, irgendwann plötzlich einmal nicht mehr verfügbar. Auch wenn es selten sein mag: Das schmerzt! 

Und wer weiß schon, welche Streaming-Dienste er in 5 Jahren abonniert haben wird, oder welche es dann überhaupt noch geben wird?

Mit einer eigenen Sammlung bist du auf der sicheren Seite.

Genau deine Ordnung

Natürlich sind gute Streaming-Dienste übersichtlich sortiert, und du siehst deine Inhalte auf einen Blick.

Aber nur mit einer eigenen Sammlung hast du die vollständige Kontrolle: Alle Dinge heißen genau so, wie du es willst, sind genauso beschrieben und strukturiert, wie es dir am besten scheint.

Alles auf einen Blick

Wenn es einen Streaming-Dienst gäbe, der “einfach alles” böte, wäre die Welt einfach. Aber so ist es nicht: Vielleicht hast du deinen Musikstreaming-Dienst, findest aber woanders die eine oder andere Aufnahme. Gut möglich, du hast mehrere Videostreaming-Dienste abonniert - und siehst trotzdem das eine oder andere Video vielleicht auf Youtube.

Nur mit einer eigenen Sammlung kannst du sicherstellen, dass du wirklich ALLES, was dir wichtig ist, auch zusammen aufbewahren, finden und genießen kannst.

Jederzeit überall abspielbar

Klar: Streaming-Dienste haben eine gute Kompatibilität. Aber eine eigene Datei kannst du IMMER abspielen, auf jedem Gerät, das du jetzt oder in Zukunft besitzen wirst. Ganz egal, ob es Internet hat. Und falls es wirklich nötig sein sollte: Eigene Dateien kann man in jedes beliebige Format konvertieren.

Weiterverwendbar

Nicht jeder ist kreativ. Aber mal ein Urlaubsvideo vertonen oder eine lustige Szene aus einem Film in eine Präsentation einbauen - es gibt viele Gelegenheiten, wo man Medien “weiterverwenden” kann. Das ist für eigene Medien stets problemlos möglich - mit Streaming jedoch erstmal nicht.

Spare Internet, hilf dem Klima

Sicherlich kann man Medien bequem immer wieder streamen. Was man dabei aber nicht merkt: Irgendwo auf der Welt - in etlichen Cloud-Rechenzentren - arbeiten dabei Computer, um dir dies zu ermöglichen. Sie verbrauchen Energie, was gar nicht gut für das Klima ist. Spielst du die eigene Mediensammlung, passiert das nicht.

 

Ist es denn erlaubt, eine Musik- und Filmsammlung durch Aufnahme anzulegen? Ja!

Auch wenn es nicht jeder weiß: In Deutschland (und in den allermeisten EU-Ländern) ist das eindeutig gesetzlich geregelt: Im Urheberrecht (§53.1) wird klipp und klar geregelt:

 

,,Zulässig sind…Vervielfältigungen eines Werkes…zum privaten Gebrauch auf beliebigen Trägern."

 

Es ist keine “Grauzone”, es gutes Recht.
Im Übrigen kann dieses Recht auch nicht durch ,,allgemeine Nutzungsbedingungen” von Streaming-Diensten geändert werden. Daher sagen diese zwar gerne ,,Aufnahme ist verboten, es sei denn wo sie gesetzlich erlaubt ist”, was aber natürlich resultiert zu ,,ist erlaubt”.

Schadet Musikaufnahme denn nicht den Bands? Nein!

Musik ist großartig. Aber sie ist es nur dank der kreativen Künstler, die sie für uns Hörer erschaffen. Glücklicherweise ist es keineswegs so, dass sie ,,leer ausgehen” würden, wenn du Medien aufnimmst:

Musiker bezahlen durch Streamen

Wenn du Streaming aufnehmen willst, musst du streamen. Für jedes gestreamte Musikstück bekommt der Künstler einen Betrag gutgeschrieben. (Wenn du ein Streaming-Abo hast, bekommt er mehr - daher ist das sehr zu empfehlen).

Klar hört man manchmal aufgenommene Musikstücke mehrfach an - wodurch der Künstler weniger bekommt als er bei wiederholtem Streaming bekommen hätte. Aber, zugegeben: Man nimmt auch gerne etliche Musikstücke auf ,,nur für den Fall, sie mal anzuhören”, ohne dann dazu zu kommen. So bleibt dem Künstler mehr übrig, als er bei reinem Streaming bekommen hätte!

Die ,,Urheberrechtsabgabe” - Musiker nochmal bezahlen durch PC / USB-Stick / Handy-Kauf

Es ist nicht nur unser gutes Recht, Musikstücke als Privatkopie aufzunehmen. Dabei wurde durchaus auch an die Künstler gedacht.

In Deutschland gilt: Für jeden PC, für jede externe Festplatte, für jedes Handy - schlicht für jedes Gerät, das zum Speichern von Musik geeignet ist, wird automatisch auf den Kaufpreis eine ,,Urheberrechtsabgabe” draufgeschlagen. Pauschalabgabe 

 

Dabei kommt erstaunlich viel Geld zusammen. Das Geld wird an die Künstler verteilt (dabei kann man leider nicht wissen, welcher Künstler wie oft aufgenommen wurde - daher bekommen sie ,,je nach Bekanntheit” ihre Vergütung).

Wirklich hilfreich für die Künstler: Geh auf Konzerte!

Es ist also keineswegs so, dass Künstler weniger bekämen, wenn du Musik aufnimmst. Eher im Gegenteil.

Nichtsdestotrotz: Die Vergütungen - egal, ob über Streaming oder Urheberrechtsabgabe - machen die Musiker nur reich, wenn sie sehr hohe Bekanntheit erlangen.

Viel viel höhere, und ganz direkte Einnahmen, kannst du deinen Lieblingskünstlern zukommen lassen, wenn du auf ihre Konzerte gehst. 
Eine eigene Musiksammlung ist ein großartiger Weg, Musik kennenzulernen - aber niemals ein Ersatz, einen Künstler live zu erleben.

Filme werden gut vergütet, auch wenn du sie aufnimmst

Und wie sieht es mit der eigenen Filmsammlung aus?

Streaming-Abos bezahlen Filme - mit wie ohne Aufnahme

Es hat einen guten Grund, warum viele gute Filme und Serien nur in kostenpflichtigen Abos verfügbar sind: Durch dein Abo bezahlst du die Produktion der Inhalte! Denn diese werden von den Streaming-Diensten, oft exklusiv, produziert oder erworben.

Da dein Monatsabo gleich viel kostet, egal ob du Filme aufnimmst oder nicht, wirst du durch Aufnehmen auch keinem Schauspieler oder Produzenten wohlverdiente Einnahmen vorenthalten.

Der Rundfunkbeitrag (früher mal ,,GEZ”)

Vermutlich weißt du es schon: Über deinen Rundfunkbeitrag bezahlst du eine große Menge an guten Inhalten.
Deutschlandweit kommen hier inzwischen mehr als 5 Milliarden Euro zusammen!

All die damit produzierten Inhalte gehören dir gewissermaßen, denn du hast sie - wenn auch nicht ganz freiwillig - bereits bezahlt. Wenn du sie in deine eigene Sammlung aufnimmst, ist das nicht nur dein gutes Recht, es schadet auch niemandem, denn für die Produzenten fließen die Gebühren auch unverändert.

Filmförderung

Es ist erwähnenswert, dass zusätzlich die Produktion von (hoffentlich erstklassigen) Filmen mit hohen Subventionen, bezahlt von deinen Steuern, gefördert wird.

Auch diese Subventionen fließen natürlich unabhängig davon, ob du Filme aufnimmst oder nur streamst.
 

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