Dance Musik

Entstehung, Geschichte und Hintergrundinformationen

Allgemein

Dance Musik bezeichnet im deutschsprachigen Raum einen Überbegriff für verschiedene Stilrichtungen der Elektronischen Tanzmusik mit Elementen der Popmusik. Unter Dance versteht man meist eine massentaugliche und kommerzielle Variante von House und Techno. Typisch für Dance Musik ist eine eindeutige und einprägende Melodie, die von einem bassbetonten Beat im Viervierteltakt begleitet wird.


House und Techno

House gilt als einer der ersten erfolgreichen Stile der elektronischen Tanzmusik. House ist nach wie vor sehr beliebt und es entstehen laufend neue Varianten. Die Musikrichtung beeinflusste insbesondere die Entstehung des sehr erfolgreichen Techno mitsamt der gesamten Szene. Beide Musikstile ähneln sich sehr und sind schwer voneinander abzugrenzen. Generell ist mit Techno jedoch eine schnellere und „maschineller“ klingende Musik gemeint als mit House.

Elektronische Tanzmusik

Als elektronische Tanzmusik bezeichnet man eine Vielzahl von tanzbaren Musikstilen, die sich elektronischer Instrumente wie Synthesizer und Sampler sowie seit den 90-er Jahren auch Native Processing bedienen. Native Processing ist eine softwarebasierte Musikerzeugung in Form von Softwaresynthesizern und Softwaresamplern. Im Allgemeinen sind alle Klänge bis auf die Gesangsstimmen synthetisch erzeugt. Nicht selten werden jedoch auch nicht-elektronische Instrumente in Form von Samples in die Lieder eingebaut.

Die elektronische Tanzmusik basiert auf einem so genannten repetitiven Arrangement, bei dem mittels ständiger Wiederholung von Melodie- und Rhythmuspatterns eine tranceartige Wirkung erzeugt wird. Die Lebendigkeit der Musik wird bei den meisten Stilrichtungen durch leichte Veränderungen der Patterns oder auch überraschende Einwürfe erzielt. Es gibt aber auch Stilrichtungen, die nach wie vor ein traditionelles Songschema verwenden, wie etwa der Eurodance, und andere, in denen beide Elemente kombiniert werden, wie z.B. der Trance.

Die elektronische Tanzmusik ist die einzige Richtung innerhalb der Popmusik, in häufig eine Atonalität als Stilmittel verwendet wird.


Geschichte

Ihren kommerziellen Höhepunkt hatte die Dance-Musik in den 90-er Jahren. In der Folgezeit nahm das Interesse jedoch stark ab, da die Musik immer kommerzieller wurde und austauschbarer wurde.

Untergenres sind die in den 80-er Jahren entstandenen Genres Italo Disco, Euro Disco und Hi-NRG, sowie der Anfang der 90-er Jahre erfolgreiche Dancefloor und US-Dancefloor. Ebenso erfolgreich waren massentaugliche Untergenres des Trance, wie Dreamhouse und Pizzicato-Trance.